1. Veröffentlicht am 25. März 2014

    Wir Grünliberalen lehnen den geplanten Bau einer zweiten Gotthardröhre aus verkehrs-, umwelt- und finanzpolitischen Gründen ab. Das geplante einspurige und richtungsgetrennte Verkehrsregime in beiden Gotthardröhren wird aufgrund der regelmässigen Staus nicht haltbar sein, verletzt deshalb den Alpenschutzartikel der Bundesverfassung und kostet Milliarden. Statt dem Bau eines neuen Strassentunnels, muss die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene konsequent vorangetrieben werden. Entsprechend haben wir in der Kommission für Nichteintreten auf die  ganze Gotthardvorlage gestimmt, selbiges werden wir auch im Nationalrat tun. Falls die Mehrheit des Parlaments am Bau einer zweiten Röhre festhält, fordern wir eine Gebühr für die Durchfahrt und zwar nicht nur am Gotthard, sondern für sämtliche alpenquerenden Strassentunnels. Nur so kann eine unerwünschte Verkehrsverlagerung in andere Alpengebiete verhindert werden.
    25. März 2014, Jürg Grossen