1. Veröffentlicht am 16. Januar 2014

    Im Gebäudepark steckt ein riesiges Energie- und Stromeffizienzpotential, das bereits mit den heute bekannten und vorhandenen Mitteln einfach ausgeschöpft werden kann. Dank Gebäudeautomation kann Komfort und Effizienz ideal kombiniert werden. Was wir unseren Kunden bei der Elektroplanung empfehlen, leben wir deshalb beispielhaft vor. Unser Gebäude ist vorbereitet für das Stromnetz der Zukunft (SmartGrid ready). Die Jahresstromproduktion mit Fotovoltaik vom Dach reicht aus, um das Wohn- und Gewerbegebäude komplett zu versorgen und um 40‘000 km pro Jahr mit Elektroautos zurückzulegen.
    Seit 2008 haben wir unser Wohn- und Gewerbegebäude in Frutigen (Baujahr 1999) kontinuierlich auf Strom- und Energieeffizienz getrimmt, ohne dabei in die Gebäudehülle zu investieren. Wir haben die Gebäudeautomation optimiert, Photovoltaikanlagen installiert und zwei Elektroautos angeschafft. Im Vergleich mit einem durchschnittlichen Bürogebäude gleicher Grösse und Auslastung verbrauchen wir heute nur noch 25% Strom und haben einen Heizenergieverbrauch, der unter dem Minergie-Standard liegt. Wir produzieren genügend Strom, um alle dreissig Büroarbeitsplätze, die Wohnung einer fünfköpfigen Familie sowie zwei Elektroautos für Fahrten über rund 40‘000 km zu versorgen. All dies ist nur möglich, dank der sehr effizienten Energienutzung mit unserem Gebäudeautomationssystem KNX. Gleichzeitig konnten wir auch noch den Komfort erheblich steigern konnten. So arbeiten wir heute in hellen Räumlichkeiten mit viel Tageslicht, in denen im Sommer angenehm kühle und im Winter dank der Passivwärmenutzung schön warme Temperaturen herrschen. Alles ist auf PC‘s, Tastern und Smartphones bequem und zeitsparend bedienbar. Unser Gebäude wird von einem intelligenten, in ein aus ganzheitlicher Sicht vernetztes SmartGrid ready Gebäude (Level 2) weiterentwickelt. Dabei werden Energieproduktion und Verbrauch optimal auf einander abgestimmt und sowohl die Strompreise wie auch die Wetterprognosen berücksichtigt. Die Gebäudeautomation ist auch dabei der zentrale Schlüssel.

    16.1.2014, Jürg Grossen

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